Ein Blick ins Bücherregal: Wein. Das Buch.

Kurz vor Weihnachten flatterte mir ein Rezensionsexemplar eines Buches ins Haus, in das ich – kaum, dass ich es aus seiner Verpackung geholt hatte – schockverliebt war: „Wein. Das Buch.“ aus dem Verlag der Süddeutschen Zeitung.
Es ist einfach schon nur hübsch anzuschauen, außen wie innen. Und erst die Haptik mit dem Einband aus Kork und dem winzigen, aber superschönen Detail des roten und cremefarbenen Lesebandes. Ich konnte es gar nicht wieder weg legen.

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Ich finde die Welt des Weins ja unheimlich faszinierend. Zwar hab ich nicht wirklich Ahnung davon und beurteile die Güte eines Weins nur danach, ob er mir schmeckt oder nicht, aber ich sauge alles in mich auf, wenn ich mich mit echten Weinkennern unterhalte. Ich wollte schon immer mehr über Anbau, Rebsorten und welcher Wein zu welchem Essen passt, lernen. Vor Jahren bekam ich mal einen Kurs geschenkt, doch der wurde auf Grund zu weniger Teilnehmer leider abgesagt. :(

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Egal wo ich bin, zieht mich Wein magisch an. Ob in Bernkastel-Kues bei der etwas ausgearteten Weinprobe mit meiner besten Freundin, beim Koch des Jahres, bei dem ich ausgerechnet Weinauskennerin Beate „in die Arme laufe“ oder in Australien, wo wir ein paar Nächte auf einem Weingut im Barossa Valley verbrachten und ich den (bisher) wohl glücklichsten Moment meines Lebens hatte. Aber auch beim Sensoriktest im Rahmen eines Kochkurses bei Alexander Hermann oder hier zu Hause im Weinladen, den die Mutter einer sehr guten Freundin von mir führt. Ich hänge denjenigen an den Lippen, die sich damit auskennen, die fachmännisch Aromen, Rebsorten und Reifegrade benennen und versuche selbst herauszufinden, ob ich die gleichen Früchte, Gewürze oder Blüten im Glas riechen kann oder auf der Zunge schmecke.

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Dafür ist das Buch perfekt. Es listet die bekanntesten weißen und roten Rebsorten auf, beschreibt deren Leitaromen und Hauptanbaugebiete. Läuft euch bei so einer Beschreibung nicht das Wasser im Mund zusammen?

Dichtes, undurchsichtiges Violett mit rubinroten Reflexen. Der intensive Duft verströmt eine sommerliche Wärme. In Cognac eingelegte dunkle Beeren verfüren mit großer Intensität, fleische Aromen, Rote Bete und After Eight Mints setzen Akzente, die durch ihre Unterschiedlichkeit faszinieren.

Das Buch beleuchtet alle Aspekte des Weins. Neben der Sinnlichkeit, den der Weingenuss mit sich bringt, geht es auch um die Geschichte, den Ausbau, die richtigen Gläser, Einkauf und Lagerung der guten Tropfen. Besonders gefällt mir das Kapitel „Essen und Wein“, in dem je ein Rezept, zum Beispiel für Lasagne, Tafelspitz oder eine simple Brotzeit, zusammen mit drei Weinempfehlungen präsentiert wird. Wenn ich da durchblätter, bekomm ich riesigen Appetit. Bloß gut, dass es heute noch Gulasch gibt. :)

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„Wein. Das Buch.“ ist ein Nachschlagewerk für alle Weinliebhaber, die nicht gleich eine Sommelier-Ausbildung anstreben, aber gern wissen, was sie im Glas haben und sich hin und wieder mit dem Thema beschäftigen möchten. „Nachschlagewerk“ klingt so schwer und nach großer Bibliothek, dabei sind die Texte angenehm kurzweilig, informativ und ohne großes Fachchinesisch. Ergänzt werden sie durch tolle Bilder, die ein wahrer Genuss für das Auge sind.
Ich werde wohl immer mal wieder mit einem Glas Wein in der Hand darin stöbern und ein bißchen Weinwissen in mich aufsaugen. :)

Zum Wohl und auf bald
Claudia.

P.S.: Das Buch gibt es übrigens hier zu kaufen.

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