Auf dem Weg zum Yogalehrer – Ich habe fertig!

Zwischen all der Aufregung um das letztens beschriebene Ereignis im September stand meine Yogalehrerprüfung an. Meinen ursprünglichen Plan, den ganzen Monat zum Lernen zu nutzen – schön immer ein Kapitel nach dem nächsten und mit viel Praxis dazwischen, konnte ich mal eben getrost in die Tonne treten. Die innere Ruhe und Konzentration wollten sich einfach nicht einstellen. Ich hab mich regelrecht dazu zwingen müssen, die Nase in die Bücher zu stecken und auch dran zu bleiben. Die Zeit rannte ja davon.

Bücher

Zum Glück kamen nach und nach das Interesse, die Neugier und auch der Ehrgeiz zurück. Und wie bei jeder anderen Prüfung auch, hoffte ich insgeheim darauf, dass die 80:20-Regel wirken würde, beruhigte mich mit Wird-schon-schief-gehen-Sprüchen und hatte an der ein oder anderen Stelle einfach Mut zur Lücke – natürlich nie mit so ganz ruhigem Gewissen. ;)
Meinen Mitschülerinnen ging es offenbar ebenso. Es flogen noch bis knapp vor der Prüfung leicht panische E-Mails durch die Welt, ob wir denn jetzt wirklich alle Sanskrit-Begriffe für diese oder jene Unterkategorie von irgendwas wissen müssen oder wie das nochmal mit dem und dem Muskel war.

Unterlagen

Am Prüfungstag waren wir alle schon reichlich nervös. Wir wälzten schnell nochmal die Hefter vor und zurück. Total sinnlos, ich weiß, weil nichts mehr rein geht, aber es beruhigt doch irgendwie.
Der Theorieteil war eine Mischung aus Multiple-choice-Test und Freitextfragen. Es war sicher ein lustiges Bild, wie jede von uns bei den Fragen zu Bewegungsabläufen auf der Matte „nachturnte“, um auch ja die richtigen Muskeln zu benennen.
Den Praxisteil absolvierten wir nacheinander. Das war bei fünf Durchgängen als Schüler und einem als Lehrer ganz schön kräftezehrend. Körperlich und geistig, denn wir durften jaaa nichts vergessen, mussten die richtigen Dinge ansagen und auch noch die Teilnehmer adjusten.

Yogalehrerausbildung

Am Ende verkündete Alex das Ergebnis: Bestanden – ALLE! :D Puh, was für eine Erleichterung und welch eine Freude. Wir bekamen unser Zertifikat ausgehändigt. Manche, wie ich zum Beispiel, vorerst nur fürs Foto. Es standen noch Buchreporte und Praxisnachweise aus, die aber mittlerweile auch erledigt sind. Jetzt ist mein Zertifiktat endlich bei mir zu Hause. :)

Umaii

Als krönenden Abschluss und zur Feier der Tages gingen wir ins Umaii, eine Ramenbar in der Klostergasse in Leipzig. Superlecker und außerordentlich zu empfehlen!
Wir wollten uns nach dem Essen alle gar nicht so recht voneinander verabschieden. Immerhin bedeutete die bestande Prüfung gleichzeitig das Ende unserer gemeinsamen Zeit. Auch wenn alle nicht aus der Welt sind, fehlen mir die regelmäßigen Wochenenden mit diesen tollen Mädels (und natürlich auch mit dir Alex ;) ) sehr. Es waren immer kleine Fluchten aus dem Alltag in die wundervolle Welt des Yogas zusammen mit so unterschiedlichen, interessanten und vor allem liebenswürdigen Menschen. Ich denke sehr, sehr gern an die Zeit zurück und freue mich drauf, wenn wir uns alle bald wiedersehen. Ich bin sehr gespannt, wo und wie euch euer Weg weiterführen wird, welche Entwicklung ihr nehmt. Danke Mädels für die gemeinsame Zeit! Es war eine goldrichtige Entscheidung.

Namasté
Claudia.

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