Streberplätzchen in Herrn Bergs Garten

Nach all der kürzlich erwähnten Aufregung ging es im November in den Urlaub. Am anderen Ende der Welt (wortwörtlich!) erreichte mich eine Einladung von Anja zum „Streberplätzchen backen“ nach Leipzig. Ich war zwar gerade nicht nur tausende Kilometer von zu Hause entfernt, sondern auch weit, weit weg von jeglichen Weihnachtsgefühlen, aber die Aussicht auf einen netten Abend in lieber Bloggerinnen-Gesellschaft ließ mein Herz höher schlagen.

Streberplätzchen

Nach einer kleinen Irrfahrt durch Leipzig – die Stadt hat auch ganz schön dunkle Ecken, kann ich euch sagen – fand ich endlich den Weg in Herrn Bergs Garten. Der liegt mitten in einer Kleingartenanlage und ist – zumindest theoretisch gesehen – eine Gartenkneipe. Nun kann ich mir ungefähr vorstellen, welche Bilder euch von einer Gartenkneipe in den Sinn kommen. Doch weit gefehlt. DDR-Charme sucht ihr hier verzweifelt. Es ist ein süßes kleines Café und Restaurant mit wunderbarem Biergarten (letzteres hab ich mir erzählen lassen, war zu dunkel draußen, um ihn zu erkennen). Eine tolle Location also für ein schnuckeliges Bloggertreffen.

Streberplätzchen

Das hat Anja mit viel, viel Liebe zum Detail organisiert. Angefangen bei der Blumendeko von Erna Primula, über deren Amaryllis-Sträußchen ich mich noch Tage später gefreut hab, über die zuckersüßen Plätzchenideen von Franzi aus dem Café Maître (wo ich als Nicht-Leipzigerin unbedingt nochmal hin muss…) bis hin zu den herzhaften Häppchen mit Spezialitäten regionaler Hersteller, welche die Geschmacksknospen zwischendurch wieder auf Normalnull brachten.

Streberplätzchen

In dieser Wohlfühlatmosphäre nahm ein wunderbarer Abend seinen Lauf. Wir formten Igelschnäuzchen, verzierten Rentiere mit rot-weiß gestreiften Weihnachtssocken und gaben simplen runden Kekse hübsche Pinguingesichter.

Streberplätzchen

Die Tipps und Tricks von Franzi zum Verzieren unserer Streberplätzchen waren allesamt recht simple, aber in der Wirkung echt beeindruckend. Deshalb eben auch „Streber“plätzchen… Damit konnte ich zu Hause dann schon mal ein bißchen angeben. ;)
Wenn ihr beim nächsten Adventskaffeetrinken eure Familie oder Freunde beeindrucken wollt, backt doch mal die hübschen, süßen Igelkekse nach. Ist auch garantiert nicht schwer.


Igelkekse
– ich weiß nicht wie viele das werden, aber ich vermute viele… –

Igelkekse

200 g Puderzucker
400 g geschmolzene Butter
2 Eier
560 g Mehl
40 g gemahlene Haselnüsse
1 Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Prise Zimt

100 g Sahne
200 dunkle Kuvertüre
25 g Butter
Prise Zimt oder gemahlene Vanille
Kokosflocken
Schokostreusel

Puderzucker mit der abgekühlten Butter und den Eiern schaumig schlagen.
Mehl, Haselnüsse, Vanillezucker, Salz und Zimt zugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Mindestens eine Stunde abgedeckt im Kühlschrank kalt stellen.
Den Teig nochmals durchkneten, walnussgroße  Kugeln formen und eine kleine Schnauze drücken.
Igelchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.
Bei 180 Grad Celsius Ober-/Unterhitzes zehn bis fünfzehn Minuten goldbraun backen.Für die Ganache Sahne aufkochen.
Die Butter dazugeben und nochmals aufkochen.
Dann die feingehackte Kuvertüre dazugeben und schmelzen.
Das Hinterteil der abgekühlten Igelkekse die Ganache tauchen und anschließend mit Kokos- oder Schokostreusel bestreuen.
Etwas Ganache in eine Spritztüte geben und Augen und Schnauze aufspritzen.

Streberplätzchen

Neben all der künstlerischen Arbeit wurde natürlich viel geschnattert und gelacht. Und es war ja nicht anders zu erwarten: Die Zeit raste davon und schupps war es später Abend. Die Plätzchen wurden sicher in Pizzakartons für die Heimreise verpackt. So sicher, dass meine sogar nahezu unbeschadet einen Salto mortale vom Tisch Richtung Fußboden überlebten und wohlbehalten zu Hause ankamen. Nur Bambi hatte sein rot-weiß bestrumpftes Bein verloren, weshalb es den nächsten Morgen leider nicht erlebte… ;)

Streberplätzchen

Zum Schluss ein riesengroßes Dankeschön an Anja für die Idee und Organisation des kleinen, süßen, sehr persönlichen Treffens. Es steht und fällt natürlich in erster Linie mit den Gästen – ist ja klar. Und die waren alle bestens auserwählt. Mit dabei waren:

Streberplätzchen

So ein Event lebt selbstverständlich auch von der Unterstützung durch Sponsoren. Und auch die waren – wie ich finde – äußerst erlesen. Zu den oben bereits erwähnten, seien da noch Wellonga – ein Onlineshop für regionale Lebensmittel, und Kukuwaja – ein Shop für alles rund ums Verpacken und Dekorieren, genannt. Vielen Dank für die sehr nützlichen Geschenke.

Dann auf bald.
Claudia. :)

P.S.: Das Foto von Franzi, das Gruppenfoto und das Foto der Pakete stammen von Norman von Wellonga. Ich hab irgendwie keine richtige Zeit zum Fotografieren gehabt… ;)

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