Tomatensauce auf Vorrat

Es ist schon einige Zeit ins Land gegangen, seit ihr hier das letzte Mal von mir gelesen habt. In den letzten Wochen haben sich die Ereignisse und Herausforderungen im Leben 1.0 irgendwie überschlagen. Wenn es dick kommt, dann gleich richtig. Nun ja, es bleibt hektisch, aber ich habe dank des Feiertags endlich mal wieder die Zeit gefunden, euch mit einem Rezept zu beglücken.

Tomaten

Der Gemüsehändler meines Vertrauens überraschte mich kürzlich mit einer Kiste ausrangierter, aber immer noch brauchbarer Tomaten. Tja, und wenn du unverhofft zehn (!!!) Kilo Tomaten zum Schnäppchenpreis bekommst, kochst du halt das ganze Wochenende Sauce ein. Ich hätte auch zwei Kisten bekommen können, doch ich litt „zum Glück“ unter akutem Gläsermangel. Immerhin stapelt sich der Jahresvorrat an Sauce schon jetzt im Keller, neben Marmeldaden, Sirup, Früchtekompott…

Tomaten Strunk

Das Rezept ist aus einem kleinen Kochbuch der Fattoria La Vialla. Ich habe es ein klein wenig abgewandelt, um zum einen weniger Mühe zu haben und zum anderen weniger Abfall zu produzieren. Heraus kommt eine traumhaft leckere, intensiv tomatige Sauce, die hervorragend zu hochwertiger Pasta und Gemüse passt, sich auf Pizzaboden gut macht oder sogar – mit etwas Sahne verdünnt – als Tomatensuppe durchgeht.


Tomatensauce
für ca. 3,5 Liter

Tomatensauce

5 kg Tomaten
5 Möhren
5 Zwiebeln
2-3 Stangen Sellerie
10 Knoblauchzehen
75 ml Olivenöl
5 TL Salz
5 TL Zucker
frische Kräuter (Basilikum, Oregano, Rosmarin, Majoran)

Die Tomaten waschen, halbieren und vom Strunk befreien. In einen großen Topf geben.
Möhren, Zwiebeln, Sellerie und Knoblauch putzen und in Stücke schneiden. Mit dem Olivenöl zu den Tomaten geben.
Salz und Zucker hinzufügen und alles gut verrühren.
Kräuter waschen, trockenschütteln und grob gezupft mit in den Topf geben.
Bei mittlerer Hitze und unter regelmäßigem Rühren aufkochen.

Tomatensauce Topf

Auf kleiner Hitze mit geschlossenem Deckel circa 40 Minuten weich kochen.
Die Sauce abkühlen lassen und anschließend portionsweise in einem Mixer oder mit dem Pürierstab glatt durchmixen. Sollten noch grobe Stücke oder Tomatenschalen erkennbar sein, eventuell durch ein Sieb passieren.
Masse aufkochen und bei kleiner Hitze bis zur gewünschten Konsistenz einkochen lassen.

Tomatensauce einkochen

Gelegentlich vorsichtig umrühren. Achtung, das kann stark blubbern und spritzen!
Die Sauce so heiß wie irgendmöglich rasch in vorbereitete Gläser füllen, Deckel fest zuschrauben und umgedreht circa zehn Minuten ruhen lassen.

Fragt euren Gemüsehändler, ob er euch Tomaten aufhebt, die leichte Druckstellen oder Risse haben und die er eh aussortieren und wegwerfen würde. Meist sind sie bereit, diese für kleines Geld abzugeben.
Ihr benötigt einen Topf mit circa sechs Liter Fassungsvermögen. So ist noch ausreichend Platz zum Umrühren.
Die Zuckermenge ist auf ein Mindestmaß reduziert. Bei besonders reifen, aromatischen Tomaten reicht das aus. Sind die Tomaten weniger geschmacksintensiv, könnt ihr auch noch ein Löffelchen mehr spendieren.
Die Kräuter sind optional. Ich nehme meist etwas Basilikum oder lasse es ganz weg.
Im Originalrezept wird die Sauce nicht püriert sondern nur durch ein Sieb passiert. Mir ist sie dann zu wässrig und benötigt zu lange, um einzukochen. Außerdem finde ich sie aromatischer, wenn alles drin bleibt.

Gläser

Die Gläser und Deckel müssen absolut sauber sein. Auch beim Einfüllen darauf achten, dass nichts an den Glasrand kommt. Nur so und wenn die Sauce ganz heiß in die Gläser gefüllt wird, verschließen sie sich optimal und sind gut ein Jahr lang haltbar.
Am besten ihr lagert sie dunkel und kühl.

Tomatenmark

Übrigens hab ich bei der Menge Tomaten auch einen Teil zu Tomatenmark verarbeitet. Fetzt zwar, kostet aber enorm viel Zeit und die Ausbeute ist gering. Und mir ist jetzt auch klar, warum auf den Tuben immer steht „3-fach konzentriert“. Aus zwei Kilo Tomaten entstehen gerade mal zwei kleine Gläser. ;)

Auf bald
Claudia.

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