Knackiges Knäcke aus Restertrester

Boah, was für ein Wortspiel! ;) Es ist (endlich mal) tiefer, kalter Winter und mein Körper muss sich gegen eine Menge Krankheitsviren zur Wehr setzen. Dabei will ich ihn natürlich nach besten Kräften unterstützen. Also habe ich den Entsafter aus dem Keller geholt.
Freitags schleppe ich nun einen Wochenvorrat an Möhren, Äpfeln und roter Beete vom Markt nach Hause. Die kombiniere ich mit Kurkuma, Ingwer und Sellerie zu einem leckeren Saft, der ruckzuck weg ist. Übrig bleibt jede Menge Trester, der in nicht ganz unerheblichem Umfang im Müll landet. Das ist doch irgendwie schade drum.

Möhren Trester

Im Sommer hab ich ihn für Eis verwendet. Dazu eignet sich die gemüselastige Wintermischung meinem Geschmack nach eher nicht so. Aber die Tresterbestandteile lassen sich ja auch einzeln verarbeiten. Die Möhren machen mal den Anfang. Aus deren Resten lässt sich ganz einfach Knäckebrot backen. Doppelter Resteverwertungspluspunkt bei dem Rezept ist das Mandelmehl, dass aus der Herstellung von Mandelmilch regelmäßig übrig bleibt.


Trester-Rester-Knäcke
1 Blech

Knäckebrot

200 g Möhrentrester
140 g Mandelmehl
50 g Chiasamen
50 g Leinsamen
100 g Sesamsamen
60 ml Rapsöl
1 TL Salz
1 TL Gewürzmischung nach Wahl

Den Möhrentrester mit den übrigen Zutaten gut verkneten.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Zweites Stück Backpapier darauf legen und flach ausrollen.

Backblech

Oberes Backpapier wieder entfernen und bei 180 Grad Celsius 40 Minuten im Ofen knusprig backen. Aufpassen, dass es nicht zu dunkel wird und gegebenenfalls mit einem Stück Backpapier abdecken.
Erkalten lassen, in Stücke brechen und luftdicht verpackt aufbewahren.

Fünf mittelgroße Möhren ergeben ungefähr 200 g Trester.
Das Mandelmehl kann auch direkt aus dem Frost kommen. Einfach auftauen lassen und dann unter die Masse kneten.
Die Zusammensetzung der Saaten ist ganz euch überlassen. Ich experimentiere da auch immer bissl rum.

Sesam Chia Mandel Möhren

Statt Rapsöl könnt ihr auch jegliches andere Öl verwenden, solltet nur bedenken, dass das Knäcke dann einen entsprechenden Eigengeschmack bekommt.
Mit der Salzmenge bin ich verhalten, da ich auch gern mal Marmelade oder Nutella aufs Brot schmiere. ;)
Auch bei der Gewürzmischung sind den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Ich verwende mal Pumpkin Spice mit Zimt, Ingwer, Muskat, Piment und Nelken oder das Sexgewürz von Alfons Schuhbeck mit Kurkuma, Paprika, Zimt, Knoblauch, Chilli, Ingwer, Koriander, Rosenblüten und Vanille.
Übrigens ist das Knäckebrot vegan, glutenfrei und dank der Saaten sehr eiweissreich. Kombiniert mit ein paar leckeren Dipps also ein schöner Snack für einen Filmabend.


Dann lasst es mal knuspern und auf bald
Claudia.

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