Auf dem Weg zum Yogalehrer – jetzt erst recht!

Dass der Beitrag zu meinem Yogalehrer-Irrweg kürzlich so viele Reaktionen hervorruft, hat mich sehr überrascht und gleichzeitig sehr gefreut. Offenbar habe ich einen Nerv getroffen, denn der ein oder andere von euch flüsterte mir, dass es ihm in letzter Zeit ganz genauso ergangen ist. Also habt Dank für all die lieben Kommentare. Ich weiß das sehr zu schätzen. :)

Yoga

Nun am Ende des Beitrags hatte ich ja offen gelassen, wie es weiter geht. Und ich kann euch sagen, es geht weiter. Diesmal in Leipzig mit einer Ausbildung bei UNIT-Yoga. Die dauert ein Jahr, umfasst 200 Stunden und am Ende bin ich – wenn alles gut läuft – Vinyasa Poweryoga Lehrer.

UNIT hatte ich in der ersten Runde auch schon auf dem Radar, weil Hannah vom Blog Projekt: Gesund leben dort eine Ausbildung begonnen hatte. Leider passte der Starttermin damals nicht und ich hatte keine Möglichkeit, mal ein Wochenende zu hospitieren. Nachdem es in Dresden für mich so schief gelaufen war, hatte ich erstmal Abstand von dem Yogalehrerplan genommen. Aber so ganz ließ es mich eben nicht los und ich klickte mich bei UNIT mal durch die Internetseite, wog das Für und Wider ab. Zehn Termine waren überschaubar, die Ausbildungsgebühr allerdings auch hier nicht von Pappe. Schließlich unterschrieb ich den Vertrag.

Unterlagen

Am letzten Septemberwochenende fuhr ich mit etwas gemischten Gefühlen nach Leipzig. Ich versuchte die Erwartungen herunterzuschrauben, da ich ja nicht so recht wußte, was mich erwartete. Doch alle Sorgen waren vollkommen unbegründet. Zum Glück! :)

Wir sind fünf Mädels plus Alex, unser Lehrer. Ich hab gleich alle in mein Herz geschlossen, denn sie sind total sympathisch, lustig und bodenständig. Wir lachen viel und haben die anfängliche Schüchternheit beim Sich-gegenseitig-Anleiten ziemlich schnell überwunden. Der Unterricht ist eine schöne Mischung aus Theorie und Praxis. Großer Vorteil ist, dass wir nur eine kleine Gruppe sind, da bleibt mehr Zeit für den Austausch. Auch die Yogarichtung Vinyasa liegt mir durch die fließenden Bewegungen deutlich mehr als Hathayoga. Sie erinnert mich sehr an meine Yogaanfänge bei Manu im actiVital.

Bücher

Dennoch ist der Aufwand der Ausbildung nicht zu unterschätzen. Wir bekommen „Hausaufgaben“, schreiben Buchreporte und bereiten ein Referat vor. Nach dem zweiten Wochenende gab es schon eine kleine Zwischenprüfung, die zwar nicht bewertet wurde, einem aber aufzeigt, was bislang hängen geblieben ist. Bei allen übrigens eine ganze Menge – wir haben alle problemlos bestanden. ;)
Auch die Aufforderung, doch mal JEDEN Tag 15 Minuten Yoga zu praktizieren, war durchaus eine herausfordernde Aufgabe. Job, Freunde, Familie, Hobbies – ist ja nicht so, dass einem im Alltag langweilig wäre… Mittlerweile klappt es ganz gut und ich vermisse es, wenn ich es mal nicht auf die Matte schaffe.

Zertifikat

Also, ihr seht, es hat sich alles zum Guten gewendet. Die Ausbildung macht Spaß und ich freue mich jedes Mal sehr auf die Wochenenden in Leipzig. Das grundlegend gute Gefühl, Yogalehrer werden zu wollen, war die ganze Zeit über da. Aber manchmal heißt es eben „Zurück auf Anfang und nochmal neu“. Sich einzugestehen, dass der eingeschlagene Weg einem nicht liegt und dann eine andere Richtung einzuschlagen, ist nicht einfach, lohnt sich aber. Schon allein fürs eigene Wohlbefinden. :)

Namasté
Claudia.

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