PdJ und KdJ – Das Finale in Köln

Ihr erinnert euch vielleicht an meinen Ausflug in den Schwarzwald zum Vorentscheid zum Koch des Jahres und Patissier des Jahres im Mai. Nun fand im Oktober das Finale auf der anuga in Köln statt. Hier trifft sich alle zwei Jahre die Branche zur weltgrößten Food-Messe.

anuga Köln

Ich hatte insgeheim ganz sehr darauf gehofft, eine Einladung zu bekommen. Melinda von Friedr. Dick scheint telephatische Kräfte zu haben und hat meinen Wunsch erhört. :)
Eine riesengroße und von mir doch etwas unterschätze Herausforderung war es, eine Übernachtung zu finden. Wahnsinn, ALLES ausgebucht. Schließlich bin ich bei AirBNB fündig geworden. Mein erstes Mal und gleich eine supergute Erfahrung.

anuga Köln

Der Besuch auf der anuga begann für mich am Sonntag mit einem köstlichen Menü am iChefs-Table. Die Spitzenköche Benjamin Peifer, Fabio Winkelhofer und Meisterpatissier Pierre Lingelser zauberten drei wunderbare Gänge mit Weinen aus dem Pay D’Oc. Mein Highlight war das Dessert. Das Eis, die Feige, der Rotwein und die Schokoladenaromen waren ein Traum.

Dessert

Während wir in vollen Zügen genossen, waren die Wettbewerbsteilnehmer beim Patissier des Jahres voll im Stress, ihre Kreationen fertig zu bekommen. Das war natürlich ganz hohe Kunst, was da kreiirt wurde.

Patissier des Jahres

Enrico Christ, Patissier im Restaurant Atelier im Hotel Bayerischer Hof, überzeugte die hochkarätig besetzte Jury mit seinem Dessert aus Thai-Basilikum, Galgant, Zitronengras und Erdnuss sowie einer Himbeer-Wacholder-Praline und trägt nun den Titel „Patissier des Jahres„.

Patissier des Jahres

Auch am zweiten Messetag durfte ich am iChefs-Table Platz nehmen. Diesmal gab es drei verschiedene Interpretationen vom Charolais-Rind. Neben Tristan Brandt verzückten die zwei Köche des Jahres 2011 und 2013 – Sebastian Frank und Christian Sturm-Willms – mit ihren Gerichten. Besonders abgefahren war der „konsistenzlose“ Teller von Sebastian Frank mit Rindergewürzpaste und Marillenkernöl. Da explodierten die Aromen ja nur so im Mund.

Christian Sturm-Willms

Beim Wettbewerb war es unterdessen ein wenig dramatisch. Nicht nur wegen der ganzen Aufregung sondern auch beim Punktestand. Das zeigte sich aber erst als diese zusammengezählt wurden und klar war, dass den ersten und zweiten Platz nur ein einziger Punkt trennt. Den durfte Stefan Lenz aus dem Hotel Tennerhof, Kitzbühel, auf seinem Konto verbuchen und ist damit „Koch des Jahres„.

Koch des Jahres

Der Abend ging mit einer rauschenden Küchenparty zu Ende. Natürlich nicht ohne weitere Leckereien. Besonders beliebt war im Übrigen der „Pizzastand“ vom 485° – vermutlich hatten alle nach den vielen hochklassigen Genüssen Appetit auf was Bodenständiges. ;)

Pizza

Für mich waren es mal wieder zwei Tage in einer anderen Welt. Ich habe viele liebe Leute wiedergetroffen und neue kennengelernt.

Miguel

Die gesamte Koch-des-Jahres-Familie widmet sich dem Event mit einer derartigen Leidenschaft, dass es einen einfach mitreißt. Es ist immer wieder wunderbar, unter Menschen zu sein, die sich ebenso, wenn nicht sogar noch mehr für Essen begeistern können. Das beeindruckt mich zutiefst, da geht mir richtig das Herz auf.

Koch des Jahres

An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an Friedr. Dick und saro. Ich könnte mir keine besseren Partner für meinen Blog vorstellen als euch. Die Begeisterung für eure Produkte ist einfach ansteckend. :)

In diesem Sinne schwelge ich mal noch ein wenig in Erinnerungen…

Auf bald
Claudia.

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