Schwarzes, flüssiges, kaltes Gold

Kalter Kaffee macht schön – hat meine Oma gesagt. Ob das stimmt oder nur eine Begründung war, um den letzten Rest Kaffee nicht nutzlos in den Ausguss zu schütten, ich weiß es nicht. Kalter Kaffee hat im vergangenen Sommer einen recht krassen Hype erlebt. Cold brewed coffee geisterte durch sämtliche Coffeeshops, war auf facebook, Instagram und Pinterest der „heißeste“ Sch… der Saison.

Kaffeebohnen

Was soll an Kaffee, der nie mit heißem Wasser in Berührung gekommen ist, bitteschön sooo toll sein? Nachdem er mir überall immer wieder begegnete und in den höchsten Tönen als sehr harmonisch, besonders bekömmlich und vielseitig einsetzbar gelobt wurde, hab ich mir dann doch mal ein Herz gefasst und es ausprobiert.

Der erste Versuch war noch etwas provisorisch mit einer Filtertüte im Sieb. Mittlerweile besitzte ich jedoch so einen hübschen Porzellanfilter und denke ernsthaft über die Anschaffung solch einer Kaffeekanne nach, die schon fast einer Laborapparatur ähnelt.

Kaffeefilter

Euch kann ich jedenfalls nur wärmstens ans Herz legen, mal bei Oma im Küchenschrank zu stöbern und – falls ihr fündig werdet – ihr mit eurem zuckersüßesten Enkellächeln den Handkaffeefilter abzuluchsen. Die Dinger haben nämlich einen ordentlichen Preis.


Cold brew coffee

Kaffeekanne

100 g frisch gemahlener Kaffee

Den Kaffee mit 500 Milliliter kaltem Wasser in einem Gefäß aufgießen. Ordentlich umrühren und mindestens zwölf Stunden bei Zimmertemperatur ziehen lassen.
Am folgenden Tag einen Handkaffeefilter auf ein ausreichend großes Gefäß stellen und mit einer Filtertüte auslegen. Den Kaffee hineingießen und immer wieder vorsichtig umrühren, so dass der Großteil der Flüßigkeit in das Gefäß tropft.
Das Kaffeekonzentrat in ein verschließbares Gefäß umfüllen und bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.
Für einen herkömmlichen Kaffee einen Teil Kaffeekonzentrat mit zwei Teilen heißem Wasser aufgießen oder kalt als auf Eiswürfeln genießen oder als…

Dattelfrappuccino
1 Portion

Frappuccino

3 Datteln
300 ml Mandelmilch
100 ml Kaffeekonzentrat

Am Vorabend die Hälfte der Mandelmilch in einem Eiswürfelbehälter einfrieren.
Am nächsten Tag die Datteln zehn Minuten in heißem Wasser einweichen, entkernen und im Mixer feincremig pürieren.
Die restliche Mandelmilch und das Kaffeekonzentrat zugeben und durchmixen. Die Mandelmilcheiswürfel zugeben und noch einmal kurz durchpürieren.
In ein großes Glas geben und sofort genießen.

An die Kaffeesorte tastet ihr euch am besten ran. Ich habe auch schon aromatisierten mit Pekan- und Haselnussaroma verwendet, was mit normaler Milch gut gekühlt sehr lecker war.
Der Kaffeesatz ist im Übrigen ein tolles Peeling, dass dank des Koffeins die Haut strafft. Vielleicht meinte Oma auch das… ;)


Auf bald
Claudia.

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