Rumänien – Die Heimat der Vampire

Zum Food Blog Day in Hamburg habe ich Andreas von Delinero kennengelernt. Wir haben uns recht lange, sehr angenehm über Gott und die Welt unterhalten und dabei unseren gemeinsamen Faible für gute Texte und gutes Essen entdeckt. :)

Delinero Box

Aus dem Gespräch heraus hat es sich nun ergeben, dass mir Andreas die Delinero Box zugeschickt hat. Ähnlich wie bei anderen Produktboxen auch, steht jede unter einem bestimmten Motto. Bei Delinero ist das die Küche Europas und so wechselt jeden Monat das Land beziehungsweise die Region, aus der die Produkte stammen. Im Juli war Rumänien an der Reihe.

Rumänien

Ich war zunächst etwas überrascht, denn es gehört nicht unbedingt zu den Ländern, die ich auf dem Rezeptradar habe. Da halte ich mich ja eher in der mediterranen oder asiatischen Ecke auf. Umso spannender war es, die Produkte zu entdecken und auszuprobieren.

Mit dabei waren:

Mir war zum Beispiel gänzlich neu, dass in Rumänien Wein angebaut wird, noch dazu ein ganz hervorragender. Die herzhaften Sachen wie die Gewürzmischung, die Rinderpastrama und die Salami schmeckten so, wie ich mir Rumänien vorgestellt habe: bodenständig, würzig, scharf und nach Paprika.

Rumänien

Einer, der den Eindruck bestätigen kann, ist mein guter Freund Markus. Er war seit 1997 mehrmals im Rahmen von Hilfstransporten für Kinderheime und eine Partner-Kirchgemeinde in Rumänien. Mit dem Auto ging es in den Nordwesten, nach Siebenbürgern, wo viele Ungarn leben und früher auch mal ein deutsches Siedlungsgebiet war. „Die Menschen in Rumänien sind herzlich und gastfreundlich. Beeindruckt haben mich aber auch die vielseitige, tolle Natur und die historischen Orte und Gebäude.“

Rumänien

Das ist den Fotos, die mir Markus dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat, anzusehen. Ich kann mich daran entsinnen, dass er von der guten Küche geschwärmt hat, wenngleich diese wohl für den normalen mitteleuropäischen Magen etwas gewöhnungsbedürftig wäre. Aber es gibt nichts, was sich nicht mit einem Gläschen Selbstgebrannten bereinigen lässt. ;)

Rumänien

Aus dem Maismehl habe ich Bulz gemacht. Die Kugeln werden eigentlich über dem offenen Feuer gegrillt und dienten früher als Verpflegung für rumänische Schäfer. Sie lassen sich aber auch problemlos in der Pfanne zubereiten.


Bulz mit Lammhack und Feta
circa 12 Stück

Bulz

250 g Maismehl
1 TL Salz
100 g Lammgehacktes
Pfeffer, Paprika edelsüß
50 g Feta
Butter
Zacusa

In einem Topf 750 Milliliter Wasser zum Kochen bringen. Das Salz zugeben und das Maismehl langsam einrieseln lassen. Dabei kräftig mit einem Schneebesen umrühren, so dass sich keine Klümpchen bilden. Hitze zurückdrehen und so lange blubbern lassen, bis sich ein dicker, klebriger Brei gebildet hat. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Brett streichen, mit Folie abdecken und auskühlen lassen.
In der Zwischenzeit das Hack krümelig braten, mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. Auskühlen lassen.
Den Feta fein zerkrümeln und zum Hack geben.
Den Maisbrei einmal ordentlich mit den Händen durchkneten. Eine golfballgroße Menge davon abnehmen, zu einer Kugel formen, eine Vertiefung hineindrücken, mit etwas Hackmasse füllen und gut verschließen. So weiter verfahren bis der gesamte Teig aufgebraucht ist.
Eine gute Menge Butter in einer Pfanne erhitzen. Die Kugeln etwas platt drücken und rund herum knusprig braun braten.
Mit Zacusa servieren.

Wer es lieber vegetarisch mag, kann das Hack auch weglassen und nur Feta verwenden.
Statt Lammhack geht auch Rindsgehacktes, aber mir hat der Lammgeschmack besonders gut dazu gefallen. Das Hack könnt ihr natürlich individuell würzen, aber nicht zu zimperlich mit der Menge der Gewürze umgehen.
Zacusa ist ein würziges Paprika-Bohnen-Mus, das sich als Dip gut zu Bulz eignet, alternativ geht auch Salsa oder jegliche andere Dipsauce.

Poftă bună [dt.: Guten Appetit!] :)
Claudia.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *