Gib deinem Bauern die Hand

Gestern fand in der Chemnitzer schönherr.fabrik der Auftakt zur Food Assembly statt. Was so neudeutsch klingt, ist im Grunde eine Art Bauermarkt 2.0.

Food Assembly Chemnitz

Unter dem Motto „Gib deinem Bauern die Hand“ soll die Herstellung von Lebensmitteln wieder mehr an die Region gebunden und lokale Erzeuger unterstützt werden. Es ist eine Form der Direktvermarktung, bei der Kunde und Erzeuger ein Netzwerk bilden.

Bildkombi_1
…wenn er das Messer weggelegt hat ;)

Das Prinzip ist einfach: jeweils bis Dienstagabend kann online ein Warenkorb aus den Produkten der Anbieter zusammengestellt werden. Im Anschluss erfolgt die Bezahlung direkt per Kreditkarte, Maestro oder Sofortüberweisung. Am Donnerstag müssen die Sachen dann einfach nur noch zwischen 17 und 19 Uhr in der schönherr.fabrik abgeholt werden.

Rindssalami

Super Sache für alle, die es nicht auf den Wochenmarkt schaffen beziehungsweise kreuz und quer durch die Lande fahren wollen bis sie alles zusammen haben. Für uns als Kunden eine sehr bequeme Art und Weise unkompliziert an regional erzeugte Lebensmittel zu kommen.

Guidohof

Und die Bauern? Sie freuen sich einerseits über einen weiteren Vermarktungsweg für ihre Produkte. Andererseits sind sie begeistert, auf diese Weise ein jüngeres Publikum zu erreichen. Ganz „neumodisch“ hat sich nämlich die Info zur Veranstaltung hauptsächlich per facebook verbreitet. Auch wenn es ein Satz fürs Bullshit-Bingo ist, so lässt sich die Initiative doch als Win-Win-Situation bezeichnen.

Räucherkäse

Ihren Ursprung hat die Food Assembly übrigens in Frankreich. Der erste Markt fand 2011 in Toulouse statt. Von da an gründeten sich im ganzen Land Assemblies. Belgien, Spanien, Großbritannien und Deutschland folgten.
In Chemnitz stecken Sandra und Ralf Renner als sogenannte Gastgeber hinter der Aktion. Sie sagen: „Genau so wollen wir einkaufen. Und da es etwas Vergleichbares noch nicht gibt, machen wir es eben selbst.“

Sandra und Ralf Renner
Sandra, Eva von Holunder & Co, Ralf

Sieben Erzeuger konnten sie bislang gewinnen, darunter Gemüse-, Obst- und Milchbauern, einen Öl-Müller, einen Bäcker sowie eine Marmeladenmanufaktur. Weitere sollen folgen. Zum Start umfasst das Sortiment über 140 Produkte, von denen einige gestern verkostet werden konnten. Und ich sag euch, da waren sehr leckere Sachen dabei.

Rößler-Hof

Also ich kann euch nur empfehlen, mal auf www.thefoodassembly.com vorbeizuschauen, sich anzumelden und durch das Angebot eurer Assembly zu stöbern. Mittlerweile gibt es in ganz Deutschland über 20 Gemeinschaften, Tendenz steigend.

Auf bald
Claudia.

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