Zur Einzugsparty gibts Leckeres vom Buffet

Eine neue Runde der METRO-Kochherausforderung steht an und ich darf wieder dabei sein. Jipeee! :) Nachdem letztes Jahr das Motto gänzlich an mir vorbei gegangen ist, habe ich die Bedingungen diesmal gaaanz genau gelesen. Da der METRO Genussblog kürzlich ein neues Zuhause bekommen hat, waren Kreationen für die Einweihungsparty gewünscht. Kleine Besonderheit: es gibt ausschließlich vegetarische Zutaten. Die habe ich mir am Freitag im Markt meines Vertrauens hier in Chemnitz abgeholt:

  • Bulgur
  • Chicorée
  • Gin
  • Grillkäse
  • Kichererbsen
  • Noriblätter
  • Safranhonig
  • Shiso-Kresse
  • Spargel
  • Tomaten
  • Zuckerschoten

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Durchaus herausfordernd, doch schon bei der Abholung schossen mir einige Ideen durch den Kopf. Auch dieses Jahr hat mir der Marktleiter Kai Ritter einen entscheidenden Tipp gegeben, so dass der Chicorée am Ende doch nicht ganz so gesund, dafür aber sehr lecker daher kam.

Chicoree

Nun, was passt besser zu einer Einzugsparty als ein Buffet? Wer will schon ein gesetztes Essen, wenn es doch im neuen Zuhause so viel zu entdecken gibt, liebe Menschen da sind, mit denen man sich unterhalten möchte und man eigentlich gar nicht genau weiß, wie viele denn nun wirklich der Einladung folgen. Ein Buffet ist die kommunikativste Art seine Gäste zu bewirten. Für den METRO Genussblog habe ich deshalb ein buntes, vegetarisches Buffet gezaubert, dass keine Wünsche offen lassen sollte. Aber schaut selbst.

Buffet

Ich habe die Rezepte in der Reihenfolge aufgeschrieben, in der ihr sie am besten zubereitet, damit der Zeitplan einigermaßen gut passt.


Honig-Gin-Parfait
8 Portionen

Honig Gin Parfait

2 Eier
1 TL Vanillezucker
100 g Safran-Honig
2 g Gin
170 ml Sahne
Himbeeren

Die Eier trennen und das Eiweiß mit dem Vanillezucker steif schlagen.
Die Eigelbe über dem warmen Wasserbad mit dem Safran-Honig dickcremig aufschlagen. Aus dem Wasserbad nehmen und kalt schlagen. Gin unterrühren.

Safran Honig

Die Sahne steif schlagen. Die Eigelbmischung und das Eiweiß vorsichtig unterheben, so dass die Masse sehr luftig bleibt.
Masse in eine kleine, mit Frischhaltefolie ausgelegte Form füllen und im Tiefkühlfach durchfrieren lassen.
Wenn die Gäste mit den herzhaften Sachen so weit durch sind, das Parfait in Scheiben schneiden und mit Beeren garniert servieren.

Die Mengenangabe für den Gin mag seltsam klingen, doch er soll nur wie ein Hauch das Parfait „parfümieren“. Ihr könnt gern mehr verwenden, doch bedenkt, dass er einen starken Eigengeschmack hat.


Ginger-Gin
1 Liter

Ginger Gin

20 Minzblätter
100 ml Limettensaft
20 ml Limejuice
60 ml Holunderblütensirup
180 ml Gin
300 ml Ginger Beer
Mineralwasser medium

Minze mit einem Holzstösel in einem Meßbecher zerstoßen.
Limettensaft, LImejuice, Sirup und Gin zugeben und umrühren.
Über ein Sieb in einen Krug oder eine weithalsige Flasche abgießen.
Ginger Beer dazu geben und mit Mineralwasser auf einen Liter auffüllen.
Bis zum Servieren kalt stellen.


Zuckerschotenflan
4 Förmchen

Zuckerschoten Flan

300 g Zuckerschoten
1 Zwiebel
1 EL Butter
150 ml Sahne
4 Eier

Zuckerschoten waschen und bei Bedarf putzen. In kochendem Wasser zwei Minuten garen und anschließend in Eiswasser abschrecken.
Die Zwiebel schälen, fein würfeln und in Butter glasig andünsten.
Zuckerschoten und Sahne zusammen mit der Zwiebel fein pürieren. Die Masse durch ein Sieb streichen.
Eier mit dem Handrührgerät verquierlen und mit der Zuckerschotenmasse verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
In gebutterte Förmchen füllen und in ein Backblech mit Wasser setzen.
Bei 180 Grad Celsius auf der zweiten Schiene von unten circa 25 bis 30 Minuten garen.
Im Ofen stehen lassen bis der Spargel gebacken wird.


Falafel
ca. 25 bis 30 Stück

Falafel

250 g Kichererbsen aus der Dose
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Petersilie, frischer Koriander, Minze
1 gehäufter TL Garam Masala
3 EL Kichererbsenmehl
1 l Sonnenblumenöl

Kichererbsen abgießen und in die Küchenmaschine/Blitzhacker geben.
Zwiebel und Knoblauch schälen und grob würfeln. Zu den Kichererbsen geben.
Kräuter abzupfen und mit dem Garam Masala sowie etwas Salz und Pfeffer ebenfalls dazu geben. Solange pürieren bis eine homogene Masse entstanden ist und alle Zutaten kleingehackt sind.
Kichererbsenmehl gut unterkneten und so lange im Kühlschrank lagern, bis der Spargel in den Ofen kommt.
Dann das Sonnenblumenöl in einem Topf erhitzen.
Die Masse zu kleinen Kugeln formen und ruhig ein wenig platt drücken. Im heißen Öl ausfritieren, bis sie kross sind und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Der Masse sollte auch mit einem starken Pürierstab gleich zu kommen sein. Wichtig ist, dass keine großen Stücke mehr darin sind.
Die Kräuter variiert ihr am besten so, wie ihr es mögt und/oder verfügbar habt.
Wenn ihr kein Garam Masala habt, dann schmeckt die Masse mit Kreuzkümmel, Kurkuma oder anderen Gewürzen ab, die euch schmecken.
Das Kichererbsenmehl setzt der Masse Stärke zu, deren Gehalt bei Kichererbsen aus dem Glas oder der Dose meist nicht mehr allzu hoch ist.
Ob das Öl heiß ist, prüft ihr am besten mit einem Holzstäbchen, dass ihr ins Öl haltet. Steigen daran Bläßchen auf, kann es los gehen.


Bulgur-Salat
1 große Schüssel, ca. 8 Portionen

Bulgur Salat

1 Tasse Bulgur
3 große Tomaten
1 Päckchen Shiso-Kresse
Saft einer halben Zitrone
Szechuanpfeffer

Bulgur nach Packungsanleitung zubereiten (meist mit der doppelten Menge kaltem Wasser ansetzen, zum Kochen bringen und dann bei geringer Hitze quellen lassen).

Bulgur

Den Strunk und das Kerngehäuse der Tomaten herausschneiden und die Tomaten klein schneiden. Zum Bulgur geben, wenn dieser fertig und etwas abgekühlt ist.
Mit dem Saft einer halben Zitrone, Szechuanpfeffer und Salz würzen.
Kurz vorm Servieren die Kresse abschneiden und vorsichtig unterheben.


Kresse-Pesto
1 kleines Glas

Shiso Kresse Pesto

4 Päckchen Shiso-Kresse
1 Knoblauchzehe
20 g Pinienkerne
20 g Pecorino
Olivenöl

Kresse abschneiden und in ein hohes Gefäß geben.
Knoblauch schälen, grob hacken und zur Kresse geben.

Shiso Kresse

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Abkühlen lassen und zur Kresse-Mischung geben.
Pecorino reiben und ebenfalls hinzufügen.
Die Mischung mit etwas Öl auffüllen und mit dem Pürierstab fein pürieren.

Da der Pecorino schon recht würzig ist, braucht ihr das Pesto nicht noch einmal mit Salz würzen. Von Pfeffer würde ich auch abraten, da die Kresse schon eine pfeffrige Note mitbringt.
Beim Pürieren solltet ihr mit wenig Olivenöl beginnen und dann langsam an die richtige Konsistenz rantasten. Das Pesto sollte cremig sein und nicht zu flüssig.
Das Pesto gehört zu den Spargelstangen. Also fühlt es sich in deren Nähe besonders wohl.


Tomatenshots
10 Schnapsgläser

Tomatenshots

je 2 grüne, gelbe und rote Tomaten
1 große Schalotte
1 mittelgroße Knoblauchzehe
1 TL Gin

Nacheinander je einzeln die grünen, gelben und roten Tomaten mit einem Entsafter entsaften.
Die Schalotte und die Knoblauchzehe schälen und ebenfalls entsaften. Den Gin sowie etwas Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker zugeben.

Tomaten

Je zwei Teelöffel vom Schalotten-Zwiebelsaft zu den Tomatensäften geben und verrühren. Bis zum Servieren kühl stellen.
Auf Schnapsgläser verteilen und mit je einem Grillkäse-„Zahnstocher“ anrichten.


Ritters Chicorée
16 Stück

Chicoree

1 Packung Chicorée
Olivenöl
etwas Zucker
Balsamico

Die äußeren Blätter entfernen und den Chicorée der Länge nach vierteln.
Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und den Chicorée hineingeben. Rund herum anbraten, bis er beginnt, weich zu werden.
Etwas Zucker zugeben und so lange braten, bis dieser beginnt, zu karamellisieren.
In eine längliche Form legen, mit Salz und Pfeffer würzen.
Etwas Balsamico darüber träufeln.


Spargel im Pecorino-Filoteig
10 bis 12 Stangen

Spargel Filoteig Pecorino

1 kg Spargel
1 Paket Filoteig
5 TL Butter
Pecorino

Spargel schälen und Enden abschneiden. In reichlich Salzwasser maximal fünf Minuten kochen, abgießen und abtropfen lassen.
Wenn der Chicorée fertig ist, Butter in einem kleinen Topf zerlaufen lassen.
Filoteig in schmale Streifen schneiden und jeweils eine Spargelstange darin einwickeln. Die Enden mit Butter bestreichen, so dass sie gut an den Teigschichten halten.
Auf ein Backblech legen und mit geriebenem Pecorino bestreuen.
Bei 200 Grad so lange backen, bis der Filoteig goldbraund und der Käse verlaufen ist.

Der Filoteig trocknet sehr schnell aus, da er hauchdünn ist. Deshalb immer nur so viel abschneiden, wie ihr für eine Spargelstange benötigt. Meist sind die Blätter eh ineinander gerollt, so dass ihr einfach eine „Scheibe“ abschneidet, abrollt, so dass die einzelnen Lagen zum Vorschein kommen, dann den Spargel darin einwickelt und erst dann den nächsten in Angriff nehmt.


Käsesticks mit Norihülle
circa 18 Stück

Grillkäse Noriblätter

1 Grillkäse
3 Noriblätter
Szechuanpfeffer

Den Grillkäse in Sticks schneiden. Zwei bis drei davon zur Seite legen.
Die Noriblätter grob zerbröseln, in der Küchenmaschine fein mahlen und auf einen Teller geben. Etwas Szechuanpfeffer dazumahlen und vermischen.

Norisblätter

Die Sticks in der Pfanne in heißem Öl rundherum goldbraun anbraten. Direkt in die Nori-Pfeffer-Mischung geben, wälzen und auf einem Teller anrichten.
Die beiseite gelegten Sticks in Würfel schneiden, auf Zahnstocker spiesen und ebenfalls anbraten. (Ohne Norihülle) Auf den Tomatenshots anrichten.

Der Grillkäse löst sich leichter von den Zahnstochern, wenn ihr diese ein paar Stunden in kaltes Wasser legt – ähnlich wie bei Schaschlikspießen.

Buffet

Wenn alles fertig ist, dekoriert alles schön mit Tellern, Besteck, Servietten und ein paar Blümchen auf einem extra Tisch. Ich hab auf den Fotos das „Werkzeug“ zum Herausheben bewusst weg gelassen, aber das gehört natürlich dazu, damit die Gäste sich ihr Essen nicht mit dem eigenen Besteck auftun müssen.


Dann immer hereinspaziert in die gute, neue Stube und lasst es euch schmecken.

Auf gute Nachbarschaft
Claudia.

P.S.: Natürlich gibt es auch 2015 wieder eine Leserabstimmung für den besten Beitrag zur METRO Kochherausforderung. Ich lasse euch den Link wissen, sobald er online ist. Schon jetzt ein großes Dankeschön fürs Voten. :)

 

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