Schwarzwald-Edition No.2 – Koch des Jahres

Nach einem süßen Sonntag ging es am Montag mit dem Vorentscheid zum Koch des Jahres herzhaft weiter. Wobei, so ganz stimmt das nicht, denn die Teilnehmer sollten ein Drei-Gänge-Menü zaubern. Ihr wißt, was das heißt: Dessert. :)

Koch des Jahres - Dessert

Den Vormittag nutzen wir für eine kleine Runde entlang der Schwarzwaldhochstraße. Ich muss schon sagen, das ist ein wirklich idyllisches Fleckchen Erde. Zum Glück hatte die Urlaubssaison noch nicht begonnen, so dass uns Reisebusse und überfüllte Parkplätze erspart blieben.

Hotel Engel

Zurück in der Scheck-in-Kochfabrik waren die acht Vorrundenteilnehmer schon fleißig am Zubereiten ihrer Menüs.

Koch des Jahres

Neben diversen Anforderungen wie Originalität, Harmonie von Geschmack, Farbe und Präsentation sowie appetitliches Aussehen – was sich ja irgendwie von selbst versteht -, durfte der Wareneinsatz nicht höher als 16 Euro pro Person liegen. Das fand ich schon recht sportlich, fördert aber natürlich auch die Kreativität. Wie passend, dass Unilever Foodsolutions den „United Against Waste Award“ für respektvollen Umgang mit Lebensmitteln an das Team vergab, welches die geringste Menge Abfall produzierte. Es geht eben auch in der Küche um Nachhaltigkeit.

Koch des Jahres

Jedenfalls lag auch beim „Koch des Jahres“ wieder mächtig Magie in der Luft, denn die Teilnehmer zauberten wunderbare Kreationen auf die Teller oder Kühlpacks oder Salzsteine oder… Ja, Philipp Schmitz vom du Chateau, Nürnberg, schickte recht eigensinnige Kreationen Richtung Jury.

Koch des Jahres

Schick und bestimmt wahnsinnig lecker fand ich die Vorspeise des Zweitplatzierten Cornelius Speinle aus dem dreizehn sinne im schweizerischen Schlattingen. Radieschen-Sellerie/ Avocado-Lachs/ Topfen-Amaranth/ Pulpo-Taschenkrebs. Die Herstellung der Hülle scheint mir eine Aufgabe für jemanden mit größter Liebe zur Genauigkeit und/oder zum Lineal zu sein.

Koch des Jahres - Cornelius Speinle

Und da war sie wieder, die Kunst auf dem Teller. Sieger Florian Volke aus dem Opus V. in Mannheim richtete aus Erbsen/ Radieschen/ Pomelo eine Vorspeise. Wie kann etwas so simple klingen und dann so formvollendet aussehen?

Koch des Jahres - Florian Volke

Nun ja, wir holten uns jedenfalls bei allen Wettbewerbstellern einen tropfenden Zahn. Das Verkosten war allerdings der hochkarätig besetzten Jury um Dieter Müller, Präsident des Wettbewerbs, vorbehalten. Wie am Tag zuvor hatte sie einen schweren Job, die zwei Finalteilnehmer auszuwählen.

Koch des Jahres - Douce Steiner

Beim anschließenden iChefs kam dann auch das Publikum wieder auf seine Geschmackskosten, zumindest wenn man in erster Reihe stand und schnell war. ;) Aus Forelle, Wald & Wiese und „was sonst übrig bleibt“ kreierten drei Spitzenköche ganz unterschiedliche Kompositionen. Ich durfte Benjamin Pfeifers Werk probieren.

iChefs by Benjamin Peifer, Rest. Urgestein* #Blackforestedition from KDJ1 on Vimeo.

Dann war es leider schon an der Zeit, nach Hause zu fahren. Zwar verpassten wir so leider die Küchenparty und mit Sicherheit eine Menge Köstlichkeiten, doch wir hatten noch über 500 Kilometer Heimweg durch dicke Nebelbänke vor uns.

Koch des Jahres - Friedr. Dick

Herzlichen Dank noch einmal an Friedr. Dick für die Einladung. Es hat mich sehr gefreut, euch mal persönlich kennenzulernen. :) Es war ein supertolles Event, bestens organisiert, die Stimmung – sowohl unter den Teilnehmern als auch bei den Gästen – hervorragend, das Essen sowieso klasse und gelernt hab ich auch noch was. ;) Die nächsten Schritte sind klar: Ich lerne Zucker kochen und brauche neben Glasbläserutensilien nun auch noch einen Sahnesyphon. ;)

Derweil gibt es für euch noch einige weitere Bilder vom Wettbewerb.

Auf bald
Claudia.

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