Sag meinen Namen. Los, sag meinen Namen…

Habt ihr einen Italiener mal meinen Namen sagen hören? Dieses kehlige C, was wie eine Mischung aus K und G klingt, das runde, wohlgeformte L, das etwas lang gezogene A und dann kurzknackig UDIA hinten ran. Hach, es klingt sooo wunderbar. :) Ich wünschte, ich könnte euch ein Soundfile vorspielen.
Das erste Mal, dass sich das so wohligwarm in mein Ohr schmiegte, war im Skiurlaub in Südtirol. Seit dem muss ich da jedes Jahr einmal hin – zum Skifahren versteht sich. ;)

Sellaronda

Letzte Woche war es wieder so weit: sechs Tage Skifahren, sieben Tage Schlemmen. Wir waren in Seis im Hotel Schwarzer Adler. Schönes, gemütliches Haus unter familiärer Führung mit viel Liebe zum und immer einem Blick fürs Detail.

Wir sind ein paar Tage auf der Seiser Alm gewesen. Das Skigebiet ist herrlich weitläufig, so dass keine Piste zwei Mal gefahren werden muss. Außerdem gibt es ein paar süße, urige Hütten, die sich hervorragend für den ein oder anderen Einkehrschwung eignen.

Bombardino Knödel

Den ersten sonnigen Tag haben wir gleich genutzt, um die Sellaronda zu fahren, eine Skitour rund um das Sellamassiv. Es gibt Verrückte, die das Ganze zwei Mal (!!!) am Tag machen, uns hat eine Runde gereicht. Immerhin sind das circa 40 Pistenkilometer und wir wollten das Panorama und die Pisten ausgiebig genießen.

porta vescovo

Die Sellarunde lässt sich im und gegen den Uhrzeigersinn fahren. Erstere ist etwas sportlicher und anspruchsvoller, wobei ich beide Varianten generell nur geübten Skifahrern empfehlen würde. Nachdem wir zunächst mit der gemütlicheren Runde begonnen haben, sind wir sie zwei Tage später nochmal in die andere Richtung gefahren.

expert

Wir sind beides Mal auf der Fredarola Hütte hängen geblieben. Angelockt von ein paar schönen elektronischen Beats und der tollen Aussicht.

Rifugio Fredarola

Und die Pizza musste auch unbedingt probiert werden, denn neben dem offenen Grill mitten in der Hütte, gibt es einen traditionellen Steinofen, vor dem der Pizzabäcker mit den Teiglingen fröhlich jongliert. Tat dem Geschmack keinerlei Abbruch. ;)

Pizza

Am letzten Tag war es dann leider so nebelig, dass ich kaum die Hand vor Augen geschweigedenn irgendeinen Schneehuckel auf der Piste sehen konnte. Da haben wir Mittags die Skier in die Ecke gestellt und sind – mit einem kleinen Teeshopping-Zwischenstop beim Pflegerhof – nach Meran gefahren.

Pflegerhof

Hier war es auch nicht gerade sonnig, aber die ersten Magnolien und Apfelbäume blühten bereits, was zumindest ein paar Frühlingsgefühle aufkommen ließ.

pur Südtirol

Außerdem hatte ich ein klares Ziel: den pur Südtirol Markt. Hier gibt es Bio-Spezialitäten ausschließlich von Erzeugern aus der Region. Ein Schlaraffenland. :)

pur Südtirol

Und das Beste ist das kleine Bistro. Wir hatten zufällig noch nichts zu Mittag gegessen…

Marende

Auf Weg nach Hause sind wir dann bei Sterzingen nochmal von der Brennerautobahn abgefahren. Warum? Natürlich um Lebensmittel einzukaufen. ;) Und so sah es dann nach unserer Rückkehr aus:

Foodhaul

Da hätten wir: Apfelsaft, Ziegenmilch und -joghurt, verschiedene Obstbrände, Manner-Waffeln, Kaffee, Polenta, Pasta-, Buchweizen- und Kamutmehl, Kamut, Minz-, Alpenkräuter- und Gute-Nacht-Tee, Büffelmozzarella, Kräutersamen, Artischocken, verschiedenen Käse und Speck.

Aus dem Kamut habe ich gleich einen leckeren Salat gezaubert. Das Rezept stammt ursprünglich von Rapunzel, ich habe es allerdings etwas abgewandelt.

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Kamut-Salat
2 Portionen

Kamut Salat

200 g Kamut
1 gehäuften TL Gemüsebrühe
1 Avocado
1 Grapefruit
2 Frühlingszwiebeln
5 Erdbeeren
2 EL gestiftete Mandeln
50 g Ruccola
1 TL Honig
2 EL Olivenöl
1 TL Weißweinessig
Szechuanpfeffer, Salz

Kamut in 350 Milliliter Wasser mit der Gemüsebrühe circa 60 Minuten im geschlossenen Topf köcheln lassen. Herd ausschalten und auskühlen lassen.
Die Grapefruit filetieren und den Saft auffangen.
Die Avocado schälen, vom Kern befreien und würfeln. Mit dem Grapefruitsaft beträufeln.
Frühlingszwiebeln und Erbeeren putzen. Beides klein schneiden.
Mandeln in einer Pfanne ohne Fett anrösten.
Ruccola eiskalt waschen, trocken schleudern und klein schneiden.
Honig, Olivenöl und Essig vermischen. Mit Szechuanpfeffer und Salz kräftig würzen.
Alle Salatzutaten vermischen und vor dem Servieren etwas ziehen lassen

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Kamut ist ein Urweizen. Er hat einen hohen Gehalt an Protein und diversen Spurenelementen, weshalb er als besonder gesund gilt.
Sollte nach dem Kochen noch etwas Wasser im Topf sein, keine Sorge, die Körner saugen das vollstängig auf.

Ich bin dann mal weg, um die nächste Reise zu planen. :)

Auf bald
Claudia.

P.S.: Die Bilder für den heutigen Beitrag hab ich ausschließlich mit dem Smartphone geschossen, also bitte nicht wundern.

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