Yogis upside down

Gestern stand die Welt für zwei Stunden Kopf – im wahrsten Sinne des Wortes. Gesine hatte zum Workshop „Mut zu Handständen und Umkehrhaltungen“ nach Freiberg geladen. Unter der Anleitung von Ashtanga-Yogalehrer Tom Richter tasteten wir uns langsam an den Handstand heran.

Buddha

Unglaublich, was es für eine Überwindung kostet, sich auf die Hände zu stellen. Bei anderen sieht das immer so spielend leicht aus. Ich hab ja schon so meine Probleme mit dem Kopfstand und es ist noch kein Jahr her, da hat dieses eine Asana bei mir zu einer mittelschweren Yogasinnkrise geführt. Mittlerweile ist die überwunden, doch die Sorge, es nicht hinzubekommen, schwingt immer mit. Und natürlich die Angst: Angst umzufallen, irgendwo dagegen zu knallen, sich irgendwie weh zu tun.

Komfortzone

Umkehrhaltungen wie Kopf- und Handstand sind einerseits aufregend, weil sie anders sind, doch gleichzeitig auch sehr ungewohnt und unsicher, weil einem das Gefühl für die Position gänzlich fehlt. Tom hat sie so schön als „außerhalb der eigenen Komfortzone“ bezeichnet. Doch gerade da findet doch im Yoga der Spaß statt und was für ein Glücksgefühl, wenn ein neues Asana gemeistert wird.

Also raus aus der eigenen Komfortzone, hin zu einer anderen Perspektive auf die Welt. Und bekanntlich ist ja der Weg das Ziel. Eine vertraute Person und einfache Hilfestellungen sorgen für das notwendige Maß an Sicherheitsgefühl, was neben der Neugier auf etwas Neues ganz entscheidend ist.

Handstand Hilfestellung

Dank Dani wusste ich, ich kippe nicht nach hinten um und konnte mich so voll konzentriert am Handstand probieren. Diese uneingeschränkte Konzentration ist bei Ungeübten wie mir auch ganz wichtig, denn es gibt so viel zu beachten:

  • Hände breit gefächert in den Boden drücken
  • Schultern anspannen und weg von den Ohren, sich also quasi herausdrücken
  • Blick immer nach vorn gerichtet, so dass Hände und der Blickpunkt ein Dreieck bilden
  • Beine so anspannen, als wäre ein Block zwischen den Beinen

Tom hatte noch diverse Tipps und Tricks parat, um auch zu Hause ohne Unterstützung sich sicher immer weiter an den Handstand heranzuarbeiten. Und der Handstand ist ja noch lange nicht das Ende. Aus der Krähe in den Handstand, dann in den Skorpion, weiter ins Rad… ;)

Gesine Tom

Übrigens hab ich auch heute noch etwas von dem Workshop: Muskelkater im Schulter-Nacken-Bereich und daraus resultierende (zum Glück erträgliche) Kopfschmerzen. Das kenn ich schon vom Kopfstand-üben. Soll mir wohl zeigen, dass ich noch ein bißchen trainieren darf. Der Weg ist das Ziel.

Namaste
Claudia.

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