Wanderbuch – Ein Backbuch auf Reisen

Büchlein, Büchlein, du musst wandern. Von der einen Hand zur andern. Das ist schön. Das ist schön. Büchlein lass dich (…) sehen“.

Das Kinderlied kam mir gerade in den Sinn. Zugegeben, es passt nur bedingt und mit dem eigentlichen Kinderspiel hat es auch nicht viel zu tun, aber das Wanderbuch kommt ja schon ganz schön rum.

Buch

Susi von Love in all Cakes hat im August zu der – wie ich finde echt süßen – Aktion aufgerufen und das Buch Backen – Meine Backrezepte für jeden Tag von Cathèrine Jamin auf Reisen geschickt. Jede Woche landet es bei einem anderen Blogger, der sich ein Rezept aussucht, nachbäckt, mit seinen Kommentaren im Buch versieht, das Rezept verbloggt und dann weiter schickt.

Backbuch

Das Buch kam Anfang Oktober bei mir an – just zu der Zeit, als unser Ofen kaputt war. Blöd! Doch dank des hauseigenen Ingenieurs war das Problem rasch behoben.
Ich hatte mir die Heidelbeer-Baiser-Torte ausgeguckt. Ja, ich habe eine Schwäche für Baiser. ;) Als ich noch zu Hause bei meiner Mama gewohnt habe, ist mir das nämlich nie gelungen und jetzt freu ich mich immer wie ein Schneekönig, dass ich den Eischnee bombenfest hinbekomme. Übung eben…

Heidelbeer Baiser

Jedenfalls, mit der Erinnerung an ein traumhaft leckeres Heidelbeer-Oreo-Eis hatte ich schon eine Optimierungsvariante für die Torte im Kopf.
Nur leider war das Rezept in Gänze nicht der Knaller. Gleich zu Beginn erwies sich der Mürbeteigboden schon als gänzlich ungeeignet. Zu viel Butter für zu wenig Mehl. Die Heidelbeerfüllung war eine Katastrophe, da die Speisestärke es nicht schaffte, die Flüssigkeit der auftauenden Beeren zu binden. Außerdem war sie für den Boden viel zu schwer. Nach einem Tag ähnelten die Reste eher einem auslaufenden Früchte-Auflauf als einer Torte. Schade drum.

Baiser Torte

Aber keine Sorge, ich habe ein wenig hin und her getüftelt und ein paar bestehende Rezepte miteinander kombiniert, so dass ich euch eine hoffentlich gelingsichere Variante präsentieren darf…

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Heidelbeer-Baiser-Torte
1 Springform

Torte

250g Mehl
½ TL Salz
125g Butter
1 Eigelb
50g Oreo-Kekse
1 Glas Heidelbeeren
2 EL Zucker
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
4 Eiweiß
100g Puderzucker

Mehl, Butter, Eigelb und 2 EL kaltes Wasser rasch zu einem glatten Teig verkneten. Zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie einwickeln und mindestens eine Stunde oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Teig

Teig ausrollen und eine gefettete Springform damit auslegen. Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad Celsius 20 Minuten vorbacken.
Oreo-Kekse trennen und weiße Creme herunterkratzen. Die Kekse ganz fein zerbröseln und auf dem Tortenboden gleichmäßig verteilen.

Oreo

Heidelbeeren mit dem Saft, Zucker und Puddingpulver in einen Topf geben. Aufkochen und auf der Oreo-Schicht verteilen.

Heidelbeer

Die vier Eiweiß zu sehr steifem Schnee schlagen und dabei den Zucker langsam einrieseln lassen. Auf der Heidelbeerschicht verteilen. Im Ofen bei 160 Grad Celsius nochmal circa 20 Minuten backen, bis die Baisermasse Farbe angenommen hat.

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Der Teig und die Baisermasse sind von meiner Quitten-Torte adaptiert. Das sollte gut funktionieren. Da findet ihr auch noch einen Hinweis zum Blindbacken.
Da die meisten Heidelbeeren im Glas gesüßt sind, könnt ihr den Zucker auch weglassen. Oder ihr ergänzt es um ein paar gefrostete Heidelbeeren, dann wird der Fruchtanteil einfach höher.
Die Oreo-Kekse könnt ihr auch gegen andere Kekse austauschen. Vollkorn-Butterkekse stell ich mir auch lecker vor.

Dann mal gutes Gelingen. :)
Auf bald
Claudia.

P.S.: Die Route des Wanderbuchs durch die vielen verschiedenen Blogs könnt ihr übrigens unter hier verfolgen.

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