METRO Kochherausforderung – Live ist live

Ihr erinnert euch vielleicht an mein Menü aus der Gelben Kiste im April. Damals gab es im Rahmen der METRO Kochherausforderung eine Kiste voll mit Produkten, die zu einem Menü verkocht werden sollten. Hinzufügen erlaubt, weglassen verboten.

METRO Kochherausforderung

Anlässlich der Berlin Food Week rief die METRO nun zur 1. Kochherausforderung live auf. Gleiche Regeln, aber mit gleich vierfach gesteigertem Schwierigkeitsgrad:

  1. live vor Publikum kochen
  2. ein Mikromenü aus zwei Gängen à 20 Portionen
  3. Verkostung durch eine fachkundige Jury
  4. Foodblogger gegen Kochazubis

Waaahhh, und wir waren dabei. :) Das war wahnsinnig aufregend und hat super viel Spaß gemacht. Aber von vorn…

Ein paar Tage vorab bekamen wir neun der zehn festen Zutaten genannt. Darunter waren so illustre Dinge wie Steckrüben, Kalmar, Rotweinkäse oder Bottarga von der Meeräsche. Pssst, unter uns – ich musste auch erst googeln, kann aber jetzt mit Wissen glänzen. ;) Das ist getrockneter Fischroggen mit einem SEHR intensiven, eigenwilligen Geschmack.

Bottarga

In meinem Kopf kreiselte es, was daraus werden sollte, wie sich die Zutaten bestmöglich und harmonisch kombinieren ließen und vor allem an welcher Stelle sich die eine, noch geheime Zutat problemlos einfügte.

Am 9. Oktober trafen wir uns alle in Berlin, wo es als erstes in die METRO Acadamy ging. Dort hatten wir rund fünf Stunden Zeit unsere Gänge, so weit es möglich war, vorzubereiten. Und wir erfuhren die letzte Zutat: Killepitsch. Kille-was??? Jupp, ein Düsseldorfer Kräuterlikör. Nun, es heißt ja nicht ohne Grund KochHERAUSFORDERUNG.

Killepitsch

Die Zeit verging wie im Flug, was nicht nur am Kochen sondern möglicherweise auch an den vielen spannenden Leuten, tollen Gesprächen und einem Schlückchen Wein gelegen haben könnte. ;) Außerdem hätte ich ständig nur durch die Küche schleichen können, um den anderen über die Schulter zu schauen. Wahnsinn, was da gezaubert wurde.

Kalmarringe

Abends zog es uns dann noch auf die Food Night ins Kaufhaus Jandorf – der Ort, an dem wir am nächsten Tag kochen sollten. Das fliegende Buffet war experimentell und traf nicht unbedingt meinen Geschmack, dafür schmeckten die Weine umso besser.

Am nächsten Morgen wurde es dann ernst. Zwei Runden mit je zwei Bloggerteams gegen zwei Kochazubiteams. Wir waren in der zweiten Runde dran, so hatte ich wenigstens die Möglichkeit ein paar Bilder zu machen, bekam vor Aufregung nur leider keinen Bissen der tollen Gerichte aus Runde eins herunter.

Vorspeise Oli und Maks

Dank der umfangreichen Vorbereitungen und der super Unterstützung durch die anderen Teams lief dann alles wie am Schnürchen. Unser Steckrübencarpaccio im Kalmarring mit Killepitsch-Lack und Bottarga ging als Vorspeise zur Jury und bekam das Urteil „sehr ambitioniert“.

Vorspeise

Als Hauptgang servierten wir Lammlachs unter der Kastanienhaube mit Linsen-Kürbis-Orangen-Salat. Der Salat schien es Zwei-Sterne-Koch Peter Frühsammer besonders angetan zu haben. „Nicht schon wieder Linsen, dachte ich mir, und dann kommen da so herrliche Fruchtaromen daher. Und mit dem Käse pur oben drauf, sehr schön“, meinte er. Da strahlt doch das Kochherz.

Jury

Am Ende gab es zwei Gewinner. Die Kochazubis Ariadna Dumler und Sara Schulz vom Mövenpick Hotel und unter den Bloggern Anna von Selleriesalat mit ihrem Papa Michael. Annas Dessert war der Knaller. :)

Anna von Selleriesalat

Herzlichen Dank an Carmen und Anna von METRO für die tolle Organisation. Es hat riesig viel Spaß gemacht und verlangt unbedingt nach Wiederholung.
Tim von Kochblogradio und Björn von happy plate, ihr wart ein super Team. Prost, mit einem Glas Küchenwein und ich freu mich auf ein Wiedersehen und -hören.

Kochblogradio

Oli von Puhlskitchen, endlich hab ich die Frau mit dem weltbesten Rezept für Gemüsebrühpulver mal persönlich kennengelernt. ;) Maks von Esskalation, danke für den Kennerdaumen beim Lamm. :)

Oli und Maks

Und euch Kochazubis wünsche ich auf eurem Weg in die Küchen dieser Welt viel Erfolg. Ich bin sehr gespannt, was ihr mit eurem Talent so anstellt.

Auf bald
Claudia.

P.S.: Es gibt auch eine kleine Video-Doku

 

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