Kleiner Löffel, großes Kino

Drei Wochen – mindestens – Dauergrinsen im Gesicht und dazu noch drei Kilo abnehmen? Geht ganz einfach: bewerbt euch bei einer Koch-Casting-Show. Mit jeder Runde, die ihr weiter kommt, steigt der Glückspegel und nimmt, dank der freudigen Anspannung, der Appetit ab. Garantiert!

Was erzählt die hier eigentlich, werdet ihr euch wundern. Nun, wer dieser Tage (sehr) aufmerksam SAT 1 geschaut hat, wird mich vielleicht bei einer Kochshow entdeckt haben.
Ja, ich war bei The Taste. *jubelndumherhüpf*

Wandbild

Ich kann schwerlich beschreiben, was das für eine aufregende Zeit war. Mir verschlägt es immer noch ein bisschen die Sprache, zaubert mir ein breites Lachen aufs Gesicht und lässt mich ins Schwärmen geraten, wenn ich daran zurück denke.

Im Frühling hab ich einfach mal so den ersten kurzen Online-Bewerbungsbogen ausgefüllt und hätte nie im Leben gedacht, dass ich es überhaupt so weit schaffe. Es dauerte auch erstmal eine ganze Weile, bis es voran ging, aber einmal in Fahrt, rollte der Zug Richtung Show immer schneller und ich bin begeistert mitgefahren. Jede Auswahlstufe, die ich nahm war eine Episode für sich. So richtig zur Sache und wirklich an den Herd ging es beim Probekochen in München. Ich glaube, seit dem kann mein Freund weder Thunfisch, noch Schlangenbohnen oder Entenbrust ersehen, so oft habe ich es probiert. Ohnehin musste er in der Zeit so einiges aushalten – besonders eine hippelige, aufgedrehte, manchmal sehr gestresste Claudi. Tausend Dank dafür, dass du das mitgemacht hast. :)

Als der Anruf kam, dass ich in der Show dabei bin, wurde erstmal eine Flasche Champagner geköpft. Ich hätte platzen können vor Freude. Bis zum Drehtermin in Köln war nicht viel Zeit und es gab nur SEHR wenig eingeweihte Personen. Ich musste spontan Urlaub nehmen, Outfits organisieren – schöne Ausrede fürs Shoppen… ;) – Rezepte vorbereiten, ein Gesundheitszeugnis organisieren und so weiter, und so weiter. Eine sehr verrückte Zeit, die ihren Höhepunkt in Köln fand.

Kandidatenlounge

Meine Mama und mein Freund begleiteten mich, waren aber nicht minder aufgeregt als ich. Am Drehtag war die Anspannung enorm. Eine Stunde kochen, das Essen auf vier Löffel drapieren und vor die Jury treten und alles unter ständiger Kamerabeobachtung – klingt easy, ist aber selbst für abgebrühte Profiköche nervenaufreibend. Ich war beim Kochen so aufgeregt, dass es ganz schön unstrukturiert von statten ging und die Küche danach aussah wie Bombe. Egal, ich war vor der Zeit fertig und zufrieden mit dem Ergebnis. Ein Schlückchen Rotwein zur Beruhigung war auch noch drin. ;)

Taste_GEX8160

Im Aufzug konnte ich dann ja hören, was die Jury so hinter dem Löffel vermutete. Laut Tim Mälzer hätte ich eine „Berliner Göre aus Kreuzberg“ sein sollen, wohingegen Frank Rosin eher einen türkischstämmigen Kandidaten erwartete. Was für ein Gefühl, als sich dann der Aufzug öffnete. Alle waren sich einig, dass es gut schmeckte und von den Aromen her schön abgestimmt war, auch wenn am Ende keiner für mich gedrückt hatte und ich damit ausgeschieden war.

Sehr überrascht hat mich Frank Rosins positive „Kritik“, denn von ihm hatte ich das am allerwenigsten erwartet. Tim Mälzers Aussage, dass es ihn zu sehr an Snack-Küche erinnert, kann ich verschmerzen. Nur von Alexander Herrmann hatte ich ein wenig mehr Reaktion erhofft, wäre er doch mein absoluter Favorit als Coach gewesen. Na ja, und dass es Lea Linster zu sandig in der Konsistenz war und sie das nicht mag, ist für mich auch okay. Essen ist eben Geschmackssache.

Jury

Klar, bin ich traurig, dass ich keine Schürze bekommen habe. Immerhin tritt jeder der rund 40 Kandidaten – mich eingeschlossen – dort an, um in die Teams zu kommen und sich bis ins Finale zu kochen. Aber hey, wie viele Tausende werden sich wohl für die zweite Staffel beworben haben? Unter den letzten 40 zu sein und vor die Jury treten zu dürfen, ist ein riesengroßer Erfolg. Deshalb bin ich sehr, sehr glücklich, dass ich dabei war.

Am dankbarsten aber bin ich für die Menschen, die ich kennengelernt habe. Einer hat es wunderbar ausgedrückt: „Gewonnen haben wir so oder so alle schon ein bisschen. 48 Stunden mit einer coolen Truppe.“ Das trifft es auf den Punkt.

An der Stelle auch ein riesengroßes Dankeschön an Hannes und Carlos. Ihr wart mir beide eine unglaublich tolle Unterstützung in der Zeit. Wie sehr, kann ich kaum ausdrücken. Danke!

Allen, die noch dabei sind, drücke ich ganz fest die Daumen, dass sie so weit kommen, wie nur irgendmöglich. Verdient hat es jeder von ihnen. Und denkt dran, der Gewinner schmeißt ein Fest. ;)

Meine lieben Mitkandidaten waren:

Allen voran Simone – falls ihr mal eine gute Physiotherapeutin in Bad Wurzach braucht, dann bitte hier entlang.

Gabi von Küchensklave, Hamburg
Jan aus dem Hotel Sans Souci, Wien
Johann mit seinem Seefelder Weinbergrind, Seefeld (Österreich)
Kai von FOODPOL, Berlin
Rainer von kitchen on fire, Stuttgart
Ole vom Hotel Jacob, Hamburg
Robert von OMS, Ravensburg
Sina von Kochherz, München
Sven aus dem 87, Bad Cannstatt
Timo von der Quartier Lounge, Herford
Wolfgang vom Jagdhotel Rose, Miltenberg

Außerdem Manuel, Max und Sabrina.

Es war mir eine Ehre. :)

Liebe Grüße
Claudia.

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