Ferien, Familie und ganz viieeel Fisch

Oh bitte entschuldigt, dass es hier so lange ganz ruhig war. Die Claudi war im Urlaub und da musste auch der Blog kurz pausieren. ;) Aber jetzt bin ich zurück und muss euch doch gleich von der Ostsee berichten.

Ostsee

Wir waren in Heringsdorf auf Usedom. Wir, das heißt meine Familie und ich, so wie früher in Kindertagen. Ich kann mich wage erinnern, dass ich mit meiner Mama schon mal da war, in einem Hotel mit einem Fahrstuhl mit Metallgittertür… Seltsam, was einem als Kind so im Gedächtnis bleibt. ;)
Jedenfalls hatte wir diesmal eine große Ferienwohnung gleich oberhalb der Strandpromenade. Bis zum Meer waren es also nur wenige Meter. An ein paar Tagen war ich morgens am Strand laufen. Die Luft und die Ruhe waren einfach herrlich. Nach dem Frühstück ging es immer erstmal in den Fischladen nach Ahlbeck, um frischen Fisch für das Mittagessen und diverse Heringsvarianten für das Abendessen zu kaufen.

Uwes Fischhütte

Den Rest des Tages verbrachten wir im Strandkorb oder mit ausgedehnten Spaziergängen. Zum Glück war das Wetter größtenteils sonnig und verhältnismäßig warm, so dass sogar der Bikini zum Einsatz kam und wir uns bei 15 Grad Wassertemperatur in die Ostsee trauten. Nun ja, das war dann doch noch ein bißchen zu kalt für ausgiebiges Schwimmen. Den Abend haben wir meistens in Decken gepackt im Strandkorb bei einem Gläschen Wein verbracht. Alles in allem also eine schöne entspannte Zeit.

Strandkorbwein

Ich habe es schon anklingen lassen, es gab auch so einiges an Spezialitäten zu genießen. Mittags haben wir meist fangfrischen Dorsch gebraten, dazu heimisches Rotkraut – jaaa, das ist mitgereist – und Kartoffeln. Abends standen Matjes, Rollmops und Bismarkhering zu frisch gebackenem Brot auf dem Tisch – jaaa, meine Familie nimmt auch den Brotbackautomaten mit in den Urlaub… *hüstel*

Brot

Mein ganz persönliches Highlight aber war der tägliche Besuch im Café Röntgen. In einer kleinen Seitenstraße in Ahlbeck befindet sich das Schlaraffenland für Tortenliebhaber. Beim Blick in die Auslage, fiel mir die Entscheidung wahnsinnig schwer. Am liebsten hätte ich von jedem dieser Kunstwerke ein Stück probiert.

Café Röntgen

Unangefochten auf Platz eins steht für mich die Sanddorn-Sahne-Torte. Eine Kuppel von fluffig leichter, orangefarbener Mousse auf dunklem Buiskuitboden mit Schokolade, überzogen von einer dünnen Schicht aus Sanddorngelee. Angenehm säuerlich und dabei nicht zu süß. *schmacht*

Sanddorntorte

Nun aber genug der süßen Leckereien, kommen wir zu etwas herzhaft-deftigem. Ich hab ein paar Matjesfilets mit nach Hause genommen und daraus den folgenden Salat gezaubert. Paßt perfekt zu einem frischen Butterbrot, als Katerfrühstück oder auch zum Grillen.

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Matjessalat
4 große Portionen

Matjessalat

3 Matjesfilets (zusammen circa 180g)
180g gegarte rote Beete
150g Rettich
6 EL Naturjoghurt
1 TL Senf
1 TL Meerettich
1 TL Honig
Salz
Pfeffer
frischer Dill

Matjesfilets und rote Beete fein würfeln und in eine Schüssel geben. Rettich putzen, ebenfalls würfeln und zum Fisch geben.

Matjes

Joghurt mit Senf, Meerettich und Honig in einer extra Schüssel verrühren. Frischen Dill fein schneiden und zufügen. Mit Pfeffer und wenig Salz abschmecken.

Dressing

Dressing zum Fisch geben und alles gut unterheben.Mindestens zwei Stunden im Kühlschrank abgedeckt ziehen lassen.

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Ich habe vorgegarte rote Beete verwendet, die es vakuumverpackt im Supermarkt gibt. Frische, selbst gekochte rote Beete eignet sich auch, dann dauert es nur länger mit der Zubereitung.
Bei der Menge des Honigs solltet ihr selbst etwas herum probieren. Je nachdem wie süß die rote Beete ist, braucht ihr etwas mehr oder weniger Honig.
Ein bißchen Geduld wird übrigens belohnt, denn je länger der Salat durchzieht, umso besser schmeckt er.

Habt ein schönes Wochenende.
Eure Claudia.

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